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Selbsttamponade bei HHT: Überlegungen zur Konstruktion einer optimalen Tamponade

Die Selbsttamponade ist für viele HHT-Betroffene eine wichtige Methode, um starke Nasenblutungen eigenständig unter Kontrolle zu bringen. Die aktuell auf dem Markt erhältlichen Produkte erfüllen jedoch nicht alle Anforderungen, die für einen optimalen Einsatz im Alltag wünschenswert wären.

Unser 3. Vorsitzender Prof. Dr. med. Urban Geisthoff hat sich in einem Dokument mit den Überlegungen zu einer verbesserten Tamponaden-Konstruktion befasst und diese detailliert beschrieben. Das Dokument richtet sich an Hersteller und Fachleute – ausdrücklich nicht als Anleitung zur Selbstbehandlung.

Welche Eigenschaften wären an einer optimalen Tamponade wünschenswert?

Prof. Geisthoff beschreibt folgende Anforderungen:

  • Wiederverwendbarkeit, um Kosten zu senken und den Bedarf an bevorrateten Einwegprodukten zu reduzieren
  • Glatte Oberfläche zum Schutz der empfindlichen Nasenschleimhaut
  • Niederdruck-Füllung mit großem Volumen, damit Betroffene den Druck selbst dosieren können
  • Befüllung per Mund, was zusätzliche Hilfsmittel überflüssig macht und optimale Druckkontrolle ermöglicht
  • Rutschsicherung, um ein Verrutschen in den Rachen zu verhindern
  • Verträglichkeit gegenüber Nasensalben und möglichst geringe Allergiegefahr

Das Dokument enthält zudem einen Konstruktionsvorschlag mit Abbildungen, der zeigt, wie eine solche Tamponade aus frei verfügbaren Materialien prinzipiell aufgebaut sein könnte.

Hintergrund: Warum ist das wichtig?

Bereits Sir William Osler berichtete 1901 von einem Patienten, der sich mit einer selbst entwickelten pneumatischen Gummitamponade erfolgreich behandelte – die Idee ist also so alt wie die Erkrankung selbst. Studien konnten inzwischen bestätigen, dass die Fähigkeit zur Selbsttamponade mit einer deutlich besseren Lebensqualität einhergeht. Dennoch werden die verfügbaren Produkte von Krankenkassen zunehmend weniger erstattet – obwohl ihr Einsatz teure Notarzteinsätze und Krankenhausaufenthalte vermeiden kann.

Prof. Geisthoff sucht mit diesem Dokument aktiv den Kontakt zu Herstellern, die bereit wären, ein entsprechendes Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Überlegungen zur Konstruktion einer Tamponade – Dokument von Prof. Dr. med. Geisthoff (PDF)

Interesse oder Rückmeldungen?

Betroffene, die mehr zu diesem Thema erfahren möchten, können sich gerne an den Vorstand der Morbus Osler Selbsthilfe e.V. wenden. Fachleute und Hersteller, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben oder Rückmeldungen zum Konstruktionsvorschlag geben möchten, können sich direkt an Prof. Dr. med. Urban Geisthoff wenden – die Kontaktdaten finden sich im verlinkten Dokument.

Kontakt

Morbus Osler Selbsthilfe e.V
Scherenbergstr. 6
10439 Berlin

Telefon 0800 - 723 60 44
(für Anrufe aus dem deutschen Netz kostenlos)
Email ed.relso-subrom@ofni

Spenden für die Selbsthilfe

Spendenkonto der Morbus Osler Selbsthilfe e.V.
IBAN DE16 3106 0517 7600 9370 19
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