In unserem letzten Beitrag haben wir über die europaweite Eurordis-Umfrage berichtet. Nun liegen die konkreten Auswertungen speziell für Morbus-Osler-Betroffene in Deutschland vor. Die Zahlen der Rare Barometer-Befragung (September bis Dezember 2025) zeigen schwarz auf weiß, was viele von uns im Alltag spüren: Die seelische Belastung ist enorm hoch.
Als Selbsthilfe ist es uns wichtig, diese Ergebnisse offen anzusprechen. Niemand von uns muss mit seinen Ängsten und Sorgen alleine bleiben.
An der Umfrage haben 127 Betroffene und Angehörige aus Deutschland teilgenommen. Die Ergebnisse machen deutlich, wie stark die Erkrankung das seelische Wohlbefinden beeinflussen kann:
Viele Betroffene stehen zudem vor dem Problem, dass sich psychische Schwierigkeiten ansammeln: 37 % kämpfen mit mindestens zwei, 19 % mit drei und 9 % sogar mit allen vier der genannten Belastungen gleichzeitig.
Obwohl 68 % der Befragten angeben, in den letzten sechs Monaten professionelle psychologische Hilfe benötigt zu haben, haben nur 41 % diese auch tatsächlich erhalten.
Wer Hilfe bekam, fand diese meist hier:
Gleichzeitig bleibt das private Umfeld die wichtigste Stütze: 49 % erhielten emotionale Rückendeckung von Familie, Freunden oder Nachbarn.
Die Diagnose Morbus Osler bringt durch unvorhersehbare Blutungen und Arzttermine viel Ungewissheit mit sich. Es ist keine Schwäche, wenn die Seele signalisiert, dass es zu viel wird. Folgende Schritte können im Alltag helfen:
Unser Netzwerk nutzen – Die Regionalgruppen der Morbus Osler Selbsthilfe
In unseren Regionalgruppen triffst du auf Menschen, die genau wissen, wie sich das Leben mit HHT anfühlt. Der Austausch nimmt oft das Gefühl, isoliert zu sein. Such dir einfach eine Gruppe in deiner Nähe aus und nimm unverbindlich Kontakt auf:
Professionelle Hilfe suchen
Wenn die Belastung den Alltag bestimmt, ist der Hausarzt oft die erste, unkomplizierte Anlaufstelle für eine Überweisung. Auch die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen helfen bei der Suche nach Therapieplätzen:
Akuthilfe in Krisen
Wenn die Gedanken dunkel werden und du keinen Ausweg mehr siehst, gibt es rund um die Uhr kostenfreie, anonyme und vertrauliche Hilfe. Bitte scheu dich nicht, diese Angebote zu nutzen:
Wichtiger Hinweis (Disclaimer):
Die Morbus Osler Selbsthilfe e.V. ist eine Patientenorganisation und keine medizinische oder therapeutische Einrichtung. Unsere Artikel und Informationen dienen der Orientierung, der Aufklärung und dem Erfahrungsaustausch, können jedoch keine ärztliche, psychotherapeutische oder psychiatrische Beratung, Diagnose und Empfehlung ersetzen. Bitte wende dich bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen immer an qualifizierte Fachärzte oder Therapeuten.
Morbus Osler Selbsthilfe e.V
Scherenbergstr. 6
10439 Berlin
Telefon 0800 - 723 60 44 (für Anrufe aus dem deutschen Netz kostenlos)
und
0163 729 3774 immer montags von 08:00 bis 13:00 Uhr
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Spendenkonto der Morbus Osler Selbsthilfe e.V.
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