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Von der Sprechstunde bis zur Entlassung: Wie die HHT-Versorgung am Helios Klinikum Berlin-Buch organisiert ist

Wer mit Morbus Osler (HHT) zum ersten Mal in eine spezialisierte Klinik kommt, hat oft die gleichen Fragen: Wie bekomme ich einen Termin? Was passiert vor einer Laserbehandlung? Muss ich über Nacht bleiben? Bei der jüngsten Veranstaltung hat Frau Dr. Susanne Wendt vom Helios Klinikum Berlin-Buch genau das Schritt für Schritt erklärt – von der Terminvereinbarung bis zur Entlassung. Wir fassen die wichtigsten Punkte ihres Vortrags zusammen.

Die Sprechstunde: mittwochs

Die HHT-Sprechstunde findet mittwochs statt. Termine werden über das HNO-Chefsekretariat vereinbart:

  • Frau Lierath, Telefon 030 – 9401 14100

Über dieselbe Nummer wird auch der Termin für die prästationäre Aufnahme zur Diagnostik beziehungsweise zur Lasertherapie vereinbart – diese findet ebenfalls mittwochs statt.

Vor dem Eingriff: der prästationäre Termin

An diesem Tag wird alles vorbereitet, was für eine sichere Behandlung nötig ist:

  • Blutentnahme – immer einschließlich Bestimmung der Blutgruppe und eines Antikörpersuchtests. So ist im Fall der Fälle sofort eine passende Blutkonserve verfügbar.
  • Antibiotikagabe – immer als einmalige Infusion (Cefuroxim 1,5 g) vor dem Eingriff. Bei HHT können Keime über Kurzschlussverbindungen der Gefäße an Stellen gelangen, an die sie sonst nicht kommen würden; die einmalige Antibiotikagabe beugt solchen Komplikationen vor.
  • Aufklärung über die Lasertherapie mit dem Diodenlaser unter Vollnarkose. Behandelt werden meist Nase und Nasennebenhöhlen, Mundhöhle und Zunge, bei Bedarf auch Gesicht, Hände, Ohren oder Kehlkopf.
  • Aufklärung durch die Anästhesie und, falls erforderlich, die Planung weiterer Untersuchungen.

Screening: HHT betrifft nicht nur die Nase

Im Rahmen der HHT-Diagnostik können zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein. Sie werden idealerweise vorab geplant und in der Regel während des stationären Aufenthalts besprochen:

  • Bubble-Echo (Ultraschall des Herzens mit Kontrastmittel-Bläschen), um Kurzschlussverbindungen in der Lunge aufzuspüren. Zeigen sich Auffälligkeiten, folgt ein CT des Brustkorbs mit Kontrastmittel; die Behandlung übernimmt dann die interventionelle Radiologie.
  • Magenspiegelung (ÖGD), um Gefäßerweiterungen im Magen-Darm-Trakt auszuschließen.
  • Ultraschall der Leber, um Gefäßveränderungen der Leber auszuschließen.
  • Gegebenenfalls ein MRT des Kopfes mit Kontrastmittel zum Ausschluss von Gefäßveränderungen im Gehirn – hier wird im Einzelfall entschieden.

Welche dieser Untersuchungen nötig sind, stimmen die Ärztinnen und Ärzte bereits vor dem Eingriff ab. Das Sekretariat übernimmt anschließend die Koordination und legt die Termine so, dass möglichst viele Untersuchungen an einem einzigen Tag stattfinden. Für Betroffene bedeutet das: nach Möglichkeit alles auf einem Rutsch, statt für jede Untersuchung erneut anreisen zu müssen – ein großer Vorteil besonders für alle, die einen weiteren Weg nach Berlin-Buch haben.

Wann eine vollstationäre Aufnahme nötig ist

Nicht jede Behandlung läuft geplant ab. Aufgenommen wird, wenn:

  • die Blutungen stärker werden und häufiger auftreten,
  • sich der Allgemeinzustand verschlechtert, etwa mit Luftnot und anderen typischen Zeichen einer Blutarmut,
  • der Hämoglobinwert unter 9 g/dl liegt – dann wird die Bereitschaft zur Bluttransfusion hergestellt.

Rund um die Operation

Vor jedem Eingriff wird die einmalige Antibiotikagabe wiederholt. Nach der Operation steht die Pflege der Nasenschleimhaut im Vordergrund, zum Beispiel mit einer Tranexamsäure-Nasensalbe. Je nach Verlauf und OP-Bericht kann zur Nacht eine weitere einmalige Antibiotikagabe erfolgen.

Die Entlassung erfolgt regulär nach zwei Nächten zur Überwachung – ein überschaubarer Aufenthalt, der aber Zeit lässt, Nachblutungen sicher abzufangen.

Ansprechpartner am Helios Klinikum Berlin-Buch

  • HNO: Frau Prof. Dr. K. Stölzel, Frau Dr. H. Schlachta, Frau Dr. S. Wendt
  • Innere Medizin: Herr Dr. Gustav Büscher
  • Terminvereinbarung: HNO-Chefsekretariat, Frau Lierath, Telefon 030 – 9401 14100

Was das für Betroffene bedeutet

Der Vortrag zeigt, wie wertvoll feste Abläufe in einem spezialisierten Zentrum sind: Blutgruppe und Antikörpersuchtest sind vorbereitet, die Antibiotikagabe ist verbindlich geregelt, und die Untersuchungen zu Lunge, Magen-Darm-Trakt, Leber und Gehirn sind fester Bestandteil der Betreuung – nicht etwas, wonach man selbst fragen muss. Wer sich am Helios Klinikum Berlin-Buch vorstellen möchte, weiß damit schon vorher, was auf ihn zukommt.

Quelle: Vortrag von Frau Dr. Susanne Wendt, Helios Klinikum Berlin-Buch, im Rahmen unserer Veranstaltung am 16. September 2026. Zusammenfassung auf Grundlage der Präsentationsfolien.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt weder eine ärztliche Beratung noch eine Diagnose oder Behandlung. Abläufe können sich ändern; verbindliche Auskünfte erteilt ausschließlich die Klinik. Bitte besprechen Sie Ihre persönliche Situation immer mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.

Kontakt

Morbus Osler Selbsthilfe e.V
Scherenbergstr. 6
10439 Berlin

Telefon 0800 - 723 60 44 (für Anrufe aus dem deutschen Netz kostenlos)
und 
0163 729 3774 immer montags von 08:00 bis 13:00 Uhr

Email ed.relso-subrom@ofni

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