Blutungen gehören bei Morbus Osler (HHT) zum Alltag vieler Betroffener – sei es häufiges Nasenbluten oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Die Folge ist oft ein Eisenmangel, manchmal sogar eine Blutarmut (Anämie). Was hilft dagegen wirklich, und worauf sollte man achten? Ein Überblick in verständlicher Sprache.
Wiederkehrende Blutungen führen dazu, dass der Körper ständig Eisen verliert – oft mehr, als über die Nahrung wieder aufgenommen werden kann. Deshalb lohnt es sich, das Thema Eisen aktiv im Blick zu behalten, statt nur auf Symptome wie Müdigkeit oder Blässe zu warten.
Eine eisenreiche Ernährung kann den Eisenhaushalt unterstützen. Gute Eisenquellen sind zum Beispiel:
Wichtig zu wissen: Bei stärkeren Blutungen – etwa häufigem, starkem Nasenbluten, starker Menstruation oder nach Operationen – reicht die Ernährung allein in der Regel nicht aus, um den Eisenverlust auszugleichen. Dann braucht es zusätzliche Unterstützung durch Eisenpräparate.
Wer unter wiederkehrenden Blutungen leidet oder Anzeichen einer Blutarmut zeigt, sollte ein- bis zweimal im Jahr eine Blutuntersuchung machen lassen. Kontrolliert werden dabei unter anderem das große Blutbild und der Eisenstatus, bei Bedarf auch Vitamin B12 und Folsäure. So lässt sich ein Mangel frühzeitig erkennen – auch dann, wenn noch keine Anämie vorliegt.
Liegt ein Eisenmangel ohne oder nur mit leichter Blutarmut vor, kommen häufig Eisentabletten zum Einsatz. Ein paar Tipps für die Einnahme:
Bei einer ausgeprägten Eisenmangelanämie oder wenn Tabletten nicht ausreichend wirken, kann Eisen direkt über eine Infusion verabreicht werden. Das wirkt schneller, ist aber ein etwas aufwendigerer Eingriff mit einigen Besonderheiten:
Im Zusammenhang mit der Eisentherapie fällt gelegentlich der Begriff „Vaskulopathie“. Damit sind Veränderungen an den Blutgefäßen gemeint – also strukturelle oder funktionelle Auffälligkeiten der Gefäßwände. Bei HHT sind genau solche Gefäßveränderungen (etwa erweiterte, brüchige Gefäße oder Gefäßfehlbildungen) die eigentliche Ursache der Blutungen. Die Eisentherapie behandelt also nur die Folge – den Eisenmangel. Die zugrunde liegende Gefäßerkrankung selbst muss unabhängig davon nach den geltenden ärztlichen Leitlinien beziehungsweise dem individuellen Behandlungsplan weiterbehandelt werden.
Nach Beginn einer Eisenbehandlung ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig. Dabei werden unter anderem folgende Werte im Blut überprüft:
Nach einer Eiseninfusion wird zusätzlich der Phosphatwert kontrolliert, bei Bedarf auch Calcium, Parathormon (PTH) und Vitamin D. Und nicht zuletzt: Die eisenreiche Ernährung bleibt auch während einer medikamentösen Behandlung ein sinnvoller Baustein.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Morbus Osler Selbsthilfe e.V. darf und kann keine Diagnosen stellen oder individuelle Therapieempfehlungen geben. Bitte besprechen Sie Ihre persönliche Situation, Blutwerte und die passende Behandlung immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Morbus Osler Selbsthilfe e.V
Scherenbergstr. 6
10439 Berlin
Telefon 0800 - 723 60 44 (für Anrufe aus dem deutschen Netz kostenlos)
und
0163 729 3774 immer montags von 08:00 bis 13:00 Uhr
Email ed.relso-subrom@ofni
Spendenkonto der Morbus Osler Selbsthilfe e.V.
IBAN DE16 3106 0517 7600 9370 19
BIC GENO DE D1 MRB

Sich und anderen etwas Gutes tun! Mit einem Einkauf über gooding ist das ganz einfach. Bei gooding sind aktuell über 1.900 Shops registriert. Mit diesem Link Gooding kommst Du zu der entsprechenden Übersicht. Du kannst aber auch die Toolbar installieren. Dann wirst Du bei einem der nächsten Einkäufe in einem der Partnershop gefragt für welchen Verein Du spenden willst. Wenn Du Dich dort registrierst, kannst Du gleich Morbus Osler Selbsthilfe e.V. auswählen. Viel Spaß beim shoppen!